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Flori Niklas zum zweiten Mal Regent in Finnentrop

Finnentrop. (ff) Der verrückte Hund hat es noch einmal geschafft: Gerhard "Flori" Niklas hat am Montagmittag mit dem 203. Schuß die kläglichen Reste des zerfledderten Federviehs aus dem Kugelfang geholt. Damit steht der 61-jährige Rettungsassistent nach seinem Treffer im Jahre 1972 zum zweiten Mal an der Spitze der Bürgerschützen. Er setzte sich damit gegen seine zähen Widersacher Offizier Uli Pape und Uli Bücker, den amtierenden Prinz Karneval, durch. Die drei Schützen schenkten sich nichts und hielten mit jedem Schuß ins Volle. Mangelnde Motivation konnte man den Bewerbern nicht vorwerfen, doch das aus Birkenholz gezimmerte Wappentier erwies sich als äußerst resistent.



Die Munition und auch das Bier unter der Vogelstange am Nordzubringer wurden langsam knapp, als der Aar endlich aufgab und um 12.34 Uhr zu Boden fiel. "Flori" hatte schon im Vorfeld zweimal aufhorchen lassen, als er den Vogel erst von seinem linken und mit dem 152. Schuß auch von seinem rechten Flügel befreite. Vorjahreskönig Rainer "Amtmann" Rüschenberg hatte nach dem 126. Schuß des Marathonschießens schon den Vorschlag gemacht, wie im Karneval ein Dreigestirn zu proklamieren. Königin Uschi Knuth erfuhr erst per Handyanruf bei ihrer Arbeitsstelle von ihrem unverhofften Glück. Der frischgebackene Regent aus der zweiten Korporalschaft, Vater zweier Söhne, ließ seine Lebensgefährtin bis dahin uninformiert und so mußte er sich am Telefon erst durch einen Zeugen seine unglaubliche Nachricht bestätigen lassen.

Die Krone ging beim 3. Schuß, der durch Jubelkönig Meinolf Richard abgefeuert wurde, ebenso zu Boden wie das vom "Amtmann" ausgelobte Schalke-Wappen. Die Schalke-Ära geht damit in Finnentrop zu ende, sind doch der neue König wie auch der Jungschützenkönig Christopher Schulte eingefleischte BVB-Fans. Eine Tatsache die sicherlich auch Bürgermeister und Schalke-Fan Dietmar Heß, der dem Schießen ebenfalls beiwohnte, nicht gefallen wird. Der Apfel ging mit dem 16. Schuß an Sandra Bender und das Zepter schoß Gerhard Adema mit dem 20. Schuß. Die abermals geänderte Festfolge scheint zum Gelingen des diesjährigen Schützenfestes beigetragen zu haben, fanden sich doch rund 500 Zaungäste ein, die das Schießen mit lauten Begeisterungsrufen verfolgten.



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Text: Kai Hoffmann